HVO 100-Einsatz bei GELSENDIENSTE prüfen: Klimaschutz pragmatisch voranbringen
Brosch: „Wir brauchen Lösungen, die heute wirken – HVO 100 kann für Teile des kommunalen Fuhrparks ein sinnvoller Baustein sein.“
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gelsenkirchen bringt den Einsatz von HVO 100 bei GELSENDIENSTE in die Beratung. Vorab will die Fraktion mit einer Anfrage klären lassen, welche Dieselfahrzeuge im kommunalen Fuhrpark grundsätzlich für den klimafreundlicheren Kraftstoff geeignet sind, welche Versorgungsmöglichkeiten in Gelsenkirchen bestehen und ob eine schrittweise Umstellung ohne erhebliche zusätzliche Investitionen möglich wäre.
Alfred Brosch, CDU-Ratsmitglied und Vorsitzender des Betriebsausschusses GELSENDIENSTE, erklärt: „GELSENDIENSTE ist jeden Tag für unsere Stadt unterwegs. Gerade deshalb sollten wir prüfen, ob wir den bestehenden Fuhrpark klimafreundlicher betreiben können, ohne funktionierende Fahrzeuge vorschnell zu ersetzen. HVO 100 kann ein pragmatischer Weg sein, um Emissionen zu senken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit von GELSENDIENSTE zu erhalten.“
HVO 100 gilt als erneuerbare Diesel-Alternative und kann insbesondere dort interessant sein, wo schwere Nutzfahrzeuge, Spezialfahrzeuge oder Arbeitsmaschinen kurzfristig noch nicht wirtschaftlich oder technisch sinnvoll elektrifiziert werden können. Die CDU-Fraktion sieht darin eine Chance, Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Einsatzfähigkeit kommunaler Dienstleistungen miteinander zu verbinden. Die CDU-Fraktion betont, dass es nicht um eine Abkehr von Elektromobilität oder anderen Zukunftstechnologien gehe. Vielmehr müsse die Stadt technologieoffen prüfen, welche Lösung für welchen Einsatzzweck geeignet sei. Gerade im Bereich kommunaler Nutzfahrzeuge brauche es realistische Übergänge, ohne die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft des Fuhrparks zu beeinträchtigen.
Brosch: „Klimaschutz darf nicht nur aus großen Ankündigungen bestehen. Entscheidend ist, was konkret umgesetzt werden kann. Wenn ein Teil der vorhandenen Dieselfahrzeuge mit HVO 100 betrieben werden kann, dann wäre das ein schneller, sichtbarer und verantwortbarer Schritt für mehr Klimaschutz im kommunalen Alltag.“
Mit der Anfrage sollen zunächst drei Kernpunkte geklärt werden: Wie viele und welche Fahrzeuge bei GELSENDIENSTE derzeit mit Diesel betrieben werden, welche davon technisch für HVO100 geeignet sind und welche Möglichkeiten es zur Beschaffung beziehungsweise Betankung in Gelsenkirchen gibt. Darauf aufbauend soll nach Auffassung der CDU-Fraktion ein schrittweises Umsetzungskonzept entwickelt werden.