CDU Ratsfraktion Gelsenkirchen

Kinderschutz sichern, Strukturen verbessern, Kosten transparent machen

Kutzborski: „Kinderschutz und solide Haushaltsführung sind kein Widerspruch. Beides gehört zusammen.“

Der aktuelle WAZ-Bericht über die enormen Kosten für besonders schwierige Fälle in der Kinder- und Jugendhilfe zeigt: Gelsenkirchen steht hier vor einer großen Herausforderung. Wenn wenige besonders intensive Fälle das Jugendamt mit Millionenbeträgen belasten, muss die Politik genau hinschauen.

Für Monika Kutzborski, familienpolitische Sprecherin der CDU steht dabei fest: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen darf niemals eine Frage des Geldes sein. Kinder, die aufgrund ihrer schwierigen Lebenssituation besondere Unterstützung benötigen, müssen die notwendige Hilfe bekommen. Gleichzeitig haben wir als Kommune die Verantwortung, mit den vorhandenen finanziellen Mitteln sorgfältig und wirksam umzugehen.

Es reicht deshalb nicht, steigende Kosten lediglich festzustellen. Wir müssen wissen, warum diese Kosten entstehen, welche Maßnahmen tatsächlich Wirkung zeigen und an welchen Stellen die Jugendhilfe früher und erfolgreicher ansetzen kann.

Unser Ziel muss sein, problematische Entwicklungen möglichst früh zu erkennen. Prävention, funktionierende Familienhilfen, Schulsozialarbeit und eine gute Zusammenarbeit zwischen Jugendamt, Schulen, freien Trägern, Polizei und weiteren beteiligten Stellen können dazu beitragen, dass sich Krisen nicht zu jahrelangen und extrem kostenintensiven Jugendhilfefällen entwickeln.

Wir als CDU fordern deshalb mehr Steuerung statt bloßer Reaktion und mehr Transparenz über die Entwicklung der Hilfen zur Erziehung, insbesondere über die besonders kostenintensiven Fälle. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, einzelne Kinder oder Familien öffentlich zu machen. Datenschutz und Persönlichkeitsschutz müssen selbstverständlich gewährleistet bleiben. Es geht vielmehr um eine politische Steuerung auf Grundlage anonymisierter Daten: Welche Maßnahmen werden eingesetzt? Wie lange dauern sie? Was kosten sie?  Und welche Ergebnisse werden damit erreicht? Welche Angebote fehlen in Gelsenkirchen?  

Die Stadt darf sich nicht damit abfinden, dass die Kosten jedes Jahr weiter steigen. Gerade in einer finanziell angespannten Stadt wie Gelsenkirchen müssen wir jeden Euro zweimal umdrehen – ohne beim Kinderschutz zu sparen.

Die CDU steht deshalb für einen klaren Grundsatz: So viel Hilfe wie notwendig, so früh wie möglich und so wirksam wie möglich.

Wir brauchen eine Jugendhilfe, die Kinder schützt, Familien unterstützt und gleichzeitig professionell, transparent und wirtschaftlich arbeitet. Dafür müssen bestehende Strukturen regelmäßig überprüft und dort verändert werden, wo sie nachweislich nicht funktionieren.

Der WAZ-Bericht sollte deshalb nicht nur Anlass für eine Debatte über Millionenbeträge sein. Er muss ein Auftrag sein, die Jugendhilfe in Gelsenkirchen fachlich weiterzuentwickeln, die Wirksamkeit der Hilfen stärker zu kontrollieren und die politische Verantwortung für die eingesetzten Millionen ernst zu nehmen.

Monika Kutzborski: „Kinderschutz und solide Haushaltsführung sind kein Widerspruch. Beides gehört zusammen.“