CDU Ratsfraktion Gelsenkirchen

PISA Tiefpunkt

Fischbach fordert klare Konzentration auf Lesen, Schreiben und Rechnen - Bildungserfolg darf nicht länger so stark von Herkunft und Elternhaus abhängen

Gelsenkirchen, 8. September 2026 - Die heute veröffentlichten Ergebnisse der PISA Studie 2025 sind aus Sicht der CDU-Ratsfraktion Gelsenkirchen ein deutliches Warnsignal für die Bildungspolitik. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Deutschland sind in Mathematik und beim Lesen erneut gesunken. In allen drei untersuchten Bereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften wurden die niedrigsten Werte seit Beginn der PISA Erhebungen in Deutschland gemessen.

Für Hobie Fischbach, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion Gelsenkirchen, müssen aus den Ergebnissen konkrete Konsequenzen gezogen werden „Diese Zahlen dürfen uns nicht kaltlassen. Wenn immer mehr junge Menschen Schwierigkeiten beim Lesen, beim Rechnen und beim Verstehen grundlegender Zusammenhänge haben, geht es nicht nur um schlechte Testergebnisse. Es geht um ihre Chancen auf Ausbildung, Studium, Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben. Lesen, Schreiben und Rechnen müssen deshalb wieder ganz oben auf der bildungspolitischen Prioritätenliste stehen.“

Besonders alarmierend sei, dass der Bildungserfolg in Deutschland weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhänge. Die PISA Ergebnisse zeigen erneut erhebliche Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern aus sozial unterschiedlichen Elternhäusern. Auch bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte bestehen deutliche Leistungsunterschiede.

Fischbach sieht darin gerade für Gelsenkirchen einen besonderen Handlungsauftrag: „In einer Stadt wie Gelsenkirchen müssen wir den Anspruch haben, dass die Herkunft eines Kindes möglichst wenig darüber entscheidet, welche Zukunft ihm offensteht. Wer zu Hause wenig Unterstützung erhält oder mit geringen Deutschkenntnissen in seine Schullaufbahn startet, braucht frühzeitig zusätzliche Förderung. Sprachkompetenz ist dabei der Schlüssel für nahezu jedes andere Schulfach.“

Die CDU setzt sich deshalb für eine stärkere Konzentration auf Basiskompetenzen, verbindliche und frühzeitige Sprachförderung sowie gezielte Unterstützung von Schulen mit besonders großen Herausforderungen ein. Gleichzeitig müsse der Unterricht selbst wieder stärker in den Mittelpunkt der bildungspolitischen Debatte rücken.

„Wir können nicht jede gesellschaftliche Aufgabe bei unseren Schulen abladen und uns gleichzeitig wundern, wenn die eigentliche Aufgabe, nämlich erfolgreiches Lernen, immer schwieriger wird. Unsere Lehrerinnen und Lehrer brauchen Zeit für Unterricht, gute Rahmenbedingungen und Unterstützung dort, wo die Herausforderungen besonders groß sind“, so Fischbach.

Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern müsse stärker in den Blick genommen werden. Schule könne vieles auffangen, die Verantwortung für Bildung und Erziehung könne aber nicht allein bei den Lehrkräften liegen.

Fischbach abschließend: „PISA muss ein Weckruf sein. Wir sollten jetzt nicht monatelang über Zuständigkeiten diskutieren, sondern uns darauf konzentrieren, was Kindern tatsächlich hilft. Für Gelsenkirchen heißt das: gute Schulen, frühe Sprachförderung, starke Lehrkräfte und ein kompromissloser Fokus auf die Grundlagen. Kein Kind darf unsere Schulen verlassen, ohne vernünftig lesen, schreiben und rechnen zu können.“