NRW führt Kita-Sozialindex ein: Gelsenkirchen weist hohen Förderbedarf auf
Klare Zuordnung der Chancen-Kitas, verlässliche Finanzierung und kommunale Steuerung
Der neue Kita-Sozialindex des Landes weist besonders hohe Unterstützungsbedarfe in Großstädten des Ruhrgebiets aus – auch Gelsenkirchen wird in der höchsten Bedarfsstufe genannt. Ab dem kommenden Kita-Jahr sollen zunächst bis zu 150 sogenannte Chancen-Kitas zusätzliche Mittel für Sozialarbeit erhalten. Offen bleibt, wie viele Einrichtungen in Gelsenkirchen konkret profitieren. Die CDU begrüßt das Ziel, benachteiligte Kinder gezielt zu unterstützen, fordert aber Transparenz und verlässliche kommunale Abstimmung.
Die CDU sieht im Sozialindex eine wichtige Grundlage, um Bildungs- und Teilhabechancen vor Ort zu verbessern. Entscheidend ist nun, dass das Land offenlegt, nach welchen Kriterien die 150 Chancen-Kitas ausgewählt werden und wie die Mittel zeitlich und finanziell gesichert sind. Die CDU-Fraktion fordert konkret:
1) Klare Öffentlichkeitsarbeit des Landes zu den Auswahlkriterien und zur Verteilung in Städten wie Gelsenkirchen
2) Vorrang für Einrichtungen in besonders belasteten Stadtteilen
3) Langfristige Finanzierung statt kurzfristiger Projekte, damit eingestellte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter strukturell wirken können
4) Enge Abstimmung zwischen Trägern, Jugendamt und Schulen sowie Nutzung digitaler Instrumente zur Bedarfsplanung und Evaluation.
Die CDU setzt sich dafür ein, dass kommunale Daten genutzt werden, um Fördermittel zielgerecht in die Stadtteile zu steuern und zusätzliche Landesmittel für weitere Kitas nachzuschieben, falls der Bedarf die 150 Plätze übersteigt. Wir erwarten zudem klare Vorgaben zur Wirkungsmessung, um Erfolge sichtbar und übertragbar zu machen. „Gelsenkirchen braucht verlässliche und transparente Unterstützung dort, wo Kinder und Familien sie am nötigsten haben“, sagt Monika Kutzborski, familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. „Wir werden auf eine transparente Darstellung drängen und mit den Trägern vor Ort Konzepte zur nachhaltigen Verstärkung sozialer Arbeit in unseren Kitas entwickeln.“