Mehr Sicherheit und Ordnung auf Schulhöfen und Spielplätzen

25.11.2021, 11:36 Uhr

Kurth: „Künstliche Intelligenz soll den Personaleinsatz des KOD optimieren“

Beschlossen im Rahmen der aktuell weiterlaufenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2022 wurde Dienstag im Ausschuss für Ordnung, Prävention und Verbraucherschutz ein Modellprojekt für mehr Sicherheit und Ordnung auf Schulhöfen und Spielplätzen unserer Stadt. Für die Umsetzung unter Beteiligung des Referates für Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie der Stabsstelle Vernetzte Stadt werden auf Antrag von CDU und SPD zusätzliche Mittel in den Haushalt i. H. v. 60.000 € eingestellt. Inhalt des Modellprojektes ist die Anbindung eines KI-basierten, autonomen Ansatzes an die vorhandene Leitstelle des KODs zur Optimierung von vorhandenen Streifen- und Kontrollressourcen auf unseren Schulhöfen und Spielplätzen, um Vandalismus und verwandte Belästigungen zu reduzieren.

Sascha Kurth, Fraktionsvorsitzender der CDU und Vorsitzender des Ausschusses für Ordnung, Prävention und Verbraucherschutz: „Hintergrund für unsere Initiative sind die uns allen bekannten Phänomene durch Personenansammlungen von bestimmten Gruppen oder Cliquen auf Spielplätzen oder Schulhöfen zu Tages- oder Nachtzeiten, die im Ergebnis häufig zu Vermüllungen, Lärmbelästigungen oder Vandalismus führen. Wer kennt die Bilder von zerbrochenen Bierflaschen auf Schulhöfen oder Kinderspielplätzen, mutwillig beschädigten Spielgeräten oder verwüsteten Schulgärten nicht. Leider gibt es von diesen Vorfällen an unterschiedlichen Brennpunkten deutlich zu viele, was dazu führt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KOD diese Orte häufiger bestreifen müssen, damit das Fehlverhalten unterbunden wird. Die Konsequenz ist, dieses Personal fehlt an anderen Stellen in der Stadt. Und genau hier setzt unser Modellprojekt an: “KI meets Ordnung“ – will heißen, dass wir Künstliche Intelligenz dazu nutzen, unnötige Bestreifungen zu vermeiden und tatsächliche Entwicklungen proaktiv abzuschätzen und an die vorhandene Leitstelle zu melden. Durch die Verknüpfung modernster digitaler Technologien und Sensorik auch aus den Bereichen IoT und 5G in Kooperation mit der Stabsstelle Vernetzte Stadt, wollen wir die Möglichkeit schaffen, das System so anzulernen und sich selbständig so fortzuentwickeln zu lassen, um die vorhandene Leitstelle des KOD zu integrieren, wenn dies erforderlich ist. So könnte das System sehr schnell identifizieren, dass es auf Schulhöfen während der normalen Schulzeiten und am Nachmittag zu situationstypischen Geräuschkulissen kommt, aber es lernt auch sehr schnell, dass abends um 22.30 Uhr zersplitterndes Glas einer Flasche oder einer Scheibe nicht in Ordnung ist. Hier wollen wir überprüfen, ob uns diese Ansätze in Gelsenkirchen helfen können. Für Evaluierung und die Auswahl der geeigneten Standorte sind die politischen Gremien selbstverständlich am Modellprojekt zu beteiligen.“